Lehrkonzeption

Lehrveranstaltung Material- und Herstellungstechnik

Nach der Einführung in die allgemeine Werkstoffkunde werden in dieser Lehrveranstaltung Kenntnisse über die Fertigungsverfahren Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten und Stoffeigenschaften ändern vermittelt. Die Studierenden lernen Materialien der Gattungen Holz, Metall, Kunststoff, Glas, Keramik, Faserverbundstoff, Textil und Sonderwerkstoffe fachspezifisch kennen. Werkstoffe werden in ihren Eigenschaften verglichen und Entscheidungskriterien für eine erfolgreiche Produktentwicklung besprochen. Werkstoffgerechte Herstellungstechniken aus Klein-, Mittel- und Großserienfertigung werden vorgestellt und exemplarisch durch Exkursionen veranschaulicht. Innerhalb von praktischen Übungen wird das Erlernte umgesetzt.

 

Lehrveranstaltung Modelltechnik

Grundlagenvermittlung

  • Das Modell als Darstellungs- und Entwurfsmethode
  • Die verschiedenen Modelltypen
  • Aufgabe eines Modells innerhalb des Entwurfsprozesses
  • geeignete Werkzeuge und Maschinen
  • Palette der Modellbaumaterialien
  • Verarbeitungstechniken: Trennen, Fügen, Modellieren, Gießen, Oberflächen gestalten

Praktische Übungen in den Werkstätten

  • Verwendung von Holz – Metall – Kunststoff – Keramik – Styling Clay, u. A.
  • Herstellung von Modellen im fachübergreifenden Rahmen (Darstellungstechnik Rendering, Material- und Herstellungstechnik)
  • Herstellung von entwurfsbezogenen Modellen aus PS/ PU-Schaum, Pappe, Kunststoff, Holz, Metall

 

Lehrveranstaltung Sondergebiete der Technik

In diesem Modul werden Themenfelder behandelt, die in den Schnittstellenbereichen der Produktgestaltung liegen. Diese sind u. a. Bionik, Tragwerkslehre, Kinematik, Ergonomie, Patentrecht, Nachhaltiges Design.
Das Prozessfeld des Produktdesigns zu ergänzen und den Aktionsradius der zukünftigen Produktdesigner zu erweitern ist das Ziel dieser Lehrveranstaltung.
Mit den erworbenen Komplementärkompetenzen sind die Studierenden in der Lage an interdisziplinären Produktentwicklungsprozessen teilzunehmen und ihr Gestaltungspotential kontextuell einzubringen.

Ergonomie, Gestaltung der Schnittstelle Mensch-Produkt:

Die „menschgerechte“ Gestaltung zielt auf funktionale Produktlösungen ab, die Eigenschaften und Fähigkeiten des Nutzers besonders berücksichtigen.

Bionik:

Die Bionik ist ein multidisziplinäres Themenfeld, in welchem Gestalter neben Biologen, Ingenieuren, Medizinern, Psychologen und anderen mitwirken können. Funktionen in der lebendigen oder toten Natur erkennen, elaborieren, extrahieren und anwenden – es liegen große Potentiale für die Schaffung neuer Produkt- und Verfahrenslösungen vor.

Nachhaltige Gestaltung:

Nachhaltige Produktgestaltung ist keine exotische Disziplin, sondern eine Grundforderung des Designs. In spezieller Bearbeitung dieser Thematik können und müssen Lösungen entwickelt werden, die wegweisend neue Standards setzen. Dabei sind die Strukturen eines konsequenten Ansatzes sehr komplex, da viele Aspekte berücksichtigt werden müssen, wie z.B. Material- und Ressourcen Schonung und Effizienz, soziale Ressourcen (Identifikation, Zufriedenheit, Regeneration, Integration, etc.), Produktion, Transport, Lagerung, Vertrieb.